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Die
1. Belted Galloway Open 2005 erregte großes Interesse im In- und Ausland. Im Rahmen der Schleswig-Holsteinischen Landesfleischrinderschau 2005 in Viöl veranstaltete die Belted Galloway Interessengemeinschaft erstmals eine Belted Galloway-Open. Zugelassen waren Rinder der Rassen Belted Galloway, bzw. Galloway, mindestens 3 Generationen rein belted gezogen, die in einem deutschen Zuchtverband eingetragen sind. So waren nicht nur Züchter mit ihren Tieren aus Schleswig-Holstein sondern auch aus anderen Bundesländern angereist. Zwar liegt Viöl sehr weit im Norden doch für engagierte Züchter ist kein Weg zu weit. Mit 20 Belted Galloways im Wettbewerb plus 6 Kälbern wurde es eine in Deutschland einmalige, rekordverdächtige Veranstaltung, werden doch sonst, selbst auf einer Galloway-Bundesschau, nur vereinzelt Tiere dieser Galloway-Variante vorgestellt. In der älteren Bullenklasse siegte der großrahmige, sehr korrekte Maveric vom Nordwind im Besitz von Heike Gerdau, Westerdeichstrich. Er fiel auf durch seine enorme Länge und schöne Rückenlinie. Allerdings konnte er sich nicht gegen den Sieger der jüngeren Klasse, Aaron (Besitzer Rüdiger Stadus, Seedorf) behaupten, der durch eine bessere Bemuskelung bei korrektem Fundament überzeugte, mit guter Zukunftsperspektive. Er nahm den Titel des Landessiegers und Mr. Beltie 2005 mit nach Hause.
Die acht Kühe im Ring mit ihren 6 Kälbern lieferten eine eindrucksvolle Schau und einen hart umkämpften Wettbewerb. Die älteren Kühe hinterließen mit ihren 7, 8, 10 bzw. 14 Jahren einen sehr frischen Eindruck, in dieser Gruppe konnte sich Ortrud vom Stollberg, Züchter und Besitzer Holger Krön, Wobbenbüll, durchsetzen und später auch den Titel der Reservesiegerin erringen. Zur Landes-Siegerkuh und Mrs. Beltie 2005 erkor der Richter allerdings die Klassenerste der jüngeren, Südtondern’s Alice, Züchter und Besitzer Maria & Remmer Rieken, Süderlügum. Sie bestach durch ihre Bemuskelung, gute Tiefe und korrekte Rückenlinie, und führte ein hervorragend entwickeltes Bullkalb bei Fuß.
Den Champion der Färsen stellte ebenfalls der Zuchtbetrieb von Maria & Remmer Rieken, Süderlügum, mit Südtondern’s Aline. Das 21/2 jährige Rind wusste mit einem vorzüglichen Rassetyp, enormer Breite und Rippentiefe zu überzeugen. Knapp geschlagen errang die bei den jüngeren Färsen an erster Stelle platzierte Amy vom Stollberg, Besitzer Rüdiger Stadus, Seedorf, den Reservesiegertitel. Dieses ebenfalls sehr typvolle Tier beeindruckte durch seine gute Entwicklung und schönen Bewegungsablauf.
Bei den weiblichen Tieren zeigte es sich wieder einmal deutlich, wie wichtig eine gute Mutterkuhlinie in der Zucht ist. Die Siegerin der Kühe, Südtondern’s Alice, ist die Mutter der Siegerin bei den Färsen, Südtondern’s Aline. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:
Neben den 25000 Besuchern des Bauernmarktes in Viöl waren auch viele Züchter aus dem In- und Ausland angereist um den Wettbewerb zu verfolgen. Der Richter Hans Christian Hansen, Zuchtleiter in Dänemark, erläuterte dem Publikum seine Rangierung nachvollziehbar durch fachkundige Kommentare. Alle Aussteller, die durch ihren Einsatz zum Gelingen dieser ganz besonderen Schau beigetragen haben, waren sich einig, dass diese Belted Galloway Open nicht die letzte gewesen sein soll. Es wird darüber nachgedacht, sie im 2-jährigen Rhythmus zu wiederholen.
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