Historie

Bereits im 11. Jahrhundert sind in der britischen Literatur und Kunst Hinweise auf gegürtelte Rinder (sheeted cows) zu finden und im 16. Jahrhundert wird dann erstmals der Name Belted Galloway schriftlich erwähnt. Die Farbpalette zu dieser Zeit war sehr vielfältig, es gab black, dun, red, belted, white, riggit, brindle und brocket faced Galloways.

Im 19. Jahrhundert nahm die Farbvarianz ab, weiße Markierungen wie riggits oder brindles (Schecken) wurden ausgemerzt und rote Tiere als minderwertig angesehen.

Mit der Gründung der „Galloway Cattle Society“ im Jahre 1877 und Einführung von Zuchtrichtlinien wurde die Farbe schwarz dominant und man hatte eine Trademark erstellt, welche es den Züchtern ermöglichte ihre Tiere zu vermarkten.

1921 wurde die „Dun und Belted Galloway Breeder’s Association“ gegründet, nachdem ein Antrag auf Herdbuchführung in der Galloway Cattle Society abgelehnt worden war. Im ersten Herdbuch von 1922 zählte man etwas über 200 belted Tiere, von den sogenannten Gründungsherden existieren heute noch zwei, nämlich Mochrum und Lullenden, die Boreland Herde, als dritte und älteste Zuchtstätte (141 Jahre) wurde 1998 aufgelöst.

Nachdem die Dun Galloways aufgrund einer Satzungsänderung im Jahr 1951 Zugang in die Galloway Cattle Society fanden, wurde  eine Namensänderung in „Belted Galloway Cattle Society“ vorgenommen. Zur Zeit werden im Hauptherdbuch etwa 1500 belted Kühe geführt (black-, dun- und red belted). In separaten Abteilungen hat die Society auch die Registrierung und Herdbuchführung von white, red und riggit Galloways übernommen.

Ob die markante Zeichnung der Belted Galloways auf die holländischen Lakenfelder zurückgeht oder eine Laune von Mutter Natur ist, verschwindet im schottischen Nebel. Auch Genuntersuchungen brachten keine Klarheit, eine Verwandtschaft zu Milchviehrassen konnte aber ausgeschlossen werden.